Glyphosate Facts

Transparency on safety aspects and use of glyphosate-containing herbicides in Europe

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Wie Glyphosat wirkt

Pflanzen nehmen Glyphosat durch ihre Blätter und andere grüne Pflanzenteile auf. Von dort wird der Wirkstoff zu den Wachstumspunkten der Pflanze in die Wurzeln und jüngsten Triebe transportiert. Glyphosat blockiert die Produktion bestimmter Aminosäuren, die für das Wachstum von Pflanzen essentiell sind. Da dieser Stoffwechselweg nur in Pflanzen, Pilzen und Bakterien vorkommt, ist der Wirkstoff Glyphosat für Menschen und Tiere kaum toxisch.Dies haben zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigt.

Verglichen mit anderen Herbizid-Wirkstoffen ist Glyphosat ein kleines Molekül mit einem Molekulargewicht von 169 g. Glyphosat ist ähnlich aufgebaut wie die Aminosäure Glycin, jedoch ist eines der Aminowasserstoffatome durch eine Phosphonomethylgruppe ersetzt. (Phosphoratome orange, Wasserstoffatome weiß, Sauerstoffatome rot, Stickstoffatome blau) (© Monsanto).

Glyphosat hat noch einen weiteren Vorteil: Die Substanz wirkt effektiv gegen fast alle Unkrautarten und entfernt die behandelte Pflanze von der Wurzel bis zum Blattwerk. Glyphosat-haltige Herbizide werden daher auch als sogenannte Breitbandherbizide bezeichnet.

Glyphosat-haltige Herbizide werden i.d.R. mit Wasser verdünnt und dann auf die Unkräuter gesprüht. Da Glyphosat sich aber nicht gut in Wasser lösen lässt, enthalten glyphosat-haltige Herbizide die Salzform des Wirkstoffes. Die Herbizidlösungen beinhalten außerdem noch weitere chemische Substanzen wie Tenside, um das Eindringen von Glyphosat in die Pflanze zu erleichtern. Tenside, die zum Teil auch  in Waschmitteln, Geschirrspülmitteln und Haarshampoos verwendet werden, weichen dabei die wachsartige Oberfläche der Pflanze auf und machen sie dadurch durchlässiger für den Wirkstoff. Darüber hinaus machen sie die Herbizidlösung klebriger, so dass sie kurz nach dem Aufsprühen nicht von einem Regenschauer von der Pflanze gespült werden kann.

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Last update: 19 June 2013