Glyphosate Facts

Transparency on safety aspects and use of glyphosate-containing herbicides in Europe

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Glyphosat-Rückstände in der Muttermilch

© iStock.com / Tusquare

Ein Artikel mit dem Titel „Glyphosate testing report: Findings in American Mothers’ Breast Milk, Urine and Water“ hat in den USA Anlass zur Sorge gegeben und einige Gruppierungen dazu veranlasst, ein Verbot von Glyphosat zu fordern.
 
Es ist jedoch wichtig, sich genau anzuschauen, wie die Informationen zustande gekommen sind, um die vorgestellten Ergebnisse richtig einzuordnen.
 
Die jüngsten Fortschritte in der diagnostischen Technologie (vor allem im Bereich der analytischen Chemie) machen es möglich, selbst kleinste Anteile von Substanzen in unserem Körper festzustellen. Allein der Nachweis möglicher Rückstands-Spuren sagt jedoch nichts über eine evtl. gesundheitliche Gefährdung aus, sondern muss vor dem Hintergrund der Dosis, die uns tatsächlich Schaden zufügen kann, bewertet werden.
 
Bei der Bewertung und Diskussion von Biomonitoring-Untersuchungen, sollte man deshalb Vorsicht walten lassen – vor allem wenn die Auswahl der Individuen, die Methoden der Probenahme, die Art der Datenhandhabung, sowie die spezifische Validierungsverfahren nicht öffentlich gemacht wurden.  
 
So lagen z.B. in dem genannten Bericht die Glyphosat-Rückstände, die laut Aussage der Autoren in einigen wenigen Proben vorhanden gewesen sein soll, weit unter den Werten der erlaubten Tagesdosis (acceptable daily intake, ADI). [ADIs werden von Zulassungsbehörden sowie von Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgesetzt und stellen die Menge eines Stoffes dar, die bei täglicher Einnahmen über einen langen Zeitraum als unbedenklich angesehen werden und somit ohne signifikante Risiken für die Gesundheit sind].
 
Auch andere Expositionsstudien mit Glyphosat haben gezeigt, dass die tatsächlichen Rückstände weit unter den bestehenden ADI Grenzwerten lagen. Die sogenannte „Farm Family Exposure Study“ von Aquavella et al. aus dem Jahr 2004 konnte beispielsweise nachweisen, dass die gemessene Exposition bei Bauern, ihren Frauen und Kindern nie an die Werte der erlaubten Tagesdosis heranreichte.
 
Muttermilch ist ein sensibles und wichtiges Nahrungsmittel. Aber die darin festgestellten Mengen an Glyphosat  sollten nicht zu falschen Schlüssen führen. Nach allem was wir wissen, geben sie keinen Anlass zur Sorge.  
 
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Last update: 26 June 2015