Glyphosate Facts

Transparency on safety aspects and use of glyphosate-containing herbicides in Europe

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Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit präzisiert die Vorernteanwendung für Pflanzenschutzmittel

© iStock.com/Miloslav78
Frankfurt, 23.05.2014 - Zurzeit befindet sich der Herbizid-Wirkstoff Glyphosat im Prozess der Re-Registrierung, den alle Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe unter Aufsicht der Europäischen Kommission turnusgemäß durchlaufen müssen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat für Glyphosat im Rahmen der Erneuerung der Zulassung durch die EU-Kommission eine Verlängerung der Zulassung empfohlen. Der Anfang des Jahres vorgelegte Bericht bestätigt weitgehend frühere Risikobewertungen nationaler und internationaler Behörden, insbesondere in Bezug auf die geringe Toxizität von Glyphosat für Mensch, Tier und Umwelt. 
 
Ungeachtet dieser positiven Bewertungen maßgeblicher Behörden und des laufenden Re-Registrierungsverfahrens forderten Anträge im Bundesrat, Empfehlungen der Agrarministerkonferenz sowie weitere Länderinitiativen Einschränkungen bei der Anwendung von Glyphosat, unter anderem bei der Vorernteanwendung im Getreide.
 
Das BVL hat nunmehr die Vorernteanwendung von Glyphosat-haltigen Produkten in Getreide präzisiert. Soweit für Produkte die Zulassung zur Anwendung in der Getreide-Vorernte besteht, wird diese durch die Behörde auf eine Anwendung auf lagernde Teilflächen limitiert, bei denen aufgrund von Unkrautdurchwuchs eine Beerntung nicht möglich ist. 
 
In dem gemeinsamen Dossier, das die Glyphosat Task Force (GTF), bestehend aus verschiedenen Pflanzenschutzmittel-Unternehmen, für den Wiederzulassungsprozess von Glyphosat in der EU eingereicht hat, wurde neben den typischen Anwendungen von Glyphosat auch die Spätbehandlung in Getreide berücksichtigt. Eine umfassende Risikobewertung durch die zuständigen Behörden ergab, dass die praxisgerechte Spätanwendung in Getreide weder für Konsumenten (Ernährung), Anwender oder die Umwelt ein unzumutbares Risiko darstellt. 
 
Der bewährte Wirkstoff Glyphosat wird seit 40 Jahren sicher eingesetzt und leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung von Ernten  und deren Qualität. Die Arbeitsgemeinschaft Glyphosat weist darauf hin, dass der Einsatz von Glyphosat in der Getreide-Vorernte für die Landwirtschaft wichtig ist, um in Ausnahmesituationen - etwa unvorhergesehenen Witterungsverläufen – Ernteverluste zu begrenzen. Glyphosat-haltige Pflanzenschutzmittel sollten nicht zur Steuerung des Erntezeitpunktes (Sikkation) im Getreidebau eingesetzt werden.

Last update: 28 May 2014