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Metaanalyse bringt Glyphosat mit dem Auftreten von Non-Hodgkin Lymphomen in Verbindung

© iStock.com / Spinka

In einer von L. Schinasi und M.E. Leon (2014) durchgeführten Metaanalyse wurden die Daten aus 44 Studien über einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten Non-Hodgkin Lymphomen (NHL) und der berufsbedingten Exposition gegenüber 80 aktiven, in der Landwirtschaft genutzten Pflanzenschutzmittelwirkstoffen einschließlich Glyphosat ausgewertet.

Eine Metaanalyse vergleicht und kombiniert die Ergebnisse aus verschiedenen Studien. Das Ziel dabei ist, in den Studienergebnissen Muster oder Widersprüche aufzudecken bzw. Quellen von Inkonsistenzen oder andere aufschlussreiche Beziehungen zu finden, wie sie erst durch die Sichtung vieler Studien ans Licht kommen könnten. Die Autoren der Studie behaupten, einen Zusammenhang zwischen dem Kontakt mit Glyphosat und dem Auftreten von NHL und insbesondere dem B-Zell-Lymphom herstellen zu können. Allerdings wird diese Aussage nicht durch entsprechende Daten in der Publikation belegt. Dem stehen hingegen umfangreiche Literaturdaten entgegen, die aufzeigen, dass Glyphosat nicht für das Auftreten von Krebs einschließlich des Non-Hodgkin-Syndroms verantwortlich ist.

So haben beispielsweise Versuche mit Labortieren in vielen Langzeitstudien gezeigt, dass Glyphosat weder mutagen noch karzinogen ist. Eine potenzielle Fehlerquelle bei Metastudien kann im sogenannte „publication bias“ bestehen, welcher durch kleinere Studien mit geringerem Stichprobenumfang und somit auch weniger signifikanten Daten verursacht wird. Bei gleicher Gewichtung mit umfangreicheren Studien führt dies zu einer statistisch verzerrten Darstellung der Datenlage (engl. bias) und somit zu ungültigen Schlussfolgerungen.

Darüber versäumten es Schinasi und M.E. Leon(2014) den o.g. möglichen „publication bias“ in ihrer Metaanalyse zu bewerten. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Ergebnis dieser Metaanalyse durch die statistisch weniger signifikanten Ergebnisse kleinerer Studien verzerrt wurde und sie somit die falschen Schlussfolgerungen gezogen haben.
 

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Last update: 13 August 2014