Glyphosate Facts

Transparency on safety aspects and use of glyphosate-containing herbicides in Europe

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Was ist Glyphosat?

Pflanzenschutzmittel, die den Wirkstoff Glyphosat enthalten, gehören weltweit zu den am häufigsten eingesetzten Herbizidprodukten. Mit ihnen lassen sich die meisten Unkrautarten einfach und kosteneffektiv entfernen. Sie werden daher auch als Breitband-Herbizide bezeichnet. In einigen Ländern werden Glyphosat-haltige Herbizide nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch für die Unkrautbekämpfung in Gärten, auf unkultivierten Industrieflächen und zur Verkehrssicherung von Bahnstrecken eingesetzt.

Das erste Glyphosat-haltige Herbizid wurde 1974 unter dem Handelsnamen “Roundup” auf dem Markt eingeführt. Mittlerweile wird der Wirkstoff in hunderten von Pflanzenschutzmitteln unter verschiedenen Handelsnamen weltweit vertrieben. In der europäischen Landwirtschaft werden auf Glyphosat basierende Herbizide hauptsächlich dazu benutzt, Unkräuter vor oder nach dem Anbau von Feldfrüchten (z.B. Wintergetreide, Raps, Sonnenblumen, Mais und Zuckerrüben), in Obst- oder Weinanlagen, zu bekämpfen. Einige europäische Länder, wie auch Deutschland, setzen Glyphosat-haltige Herbizide mittlerweile auf etwa einem Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche ein.

© iStockphoto.com/AVTG

Gewöhnlich werden Glyphosat-Herbizide in verdünnter Form direkt auf die Unkräuter gesprüht und schnell von den Pflanzen aufgenommen. Der Wirkmechanismus von Glyphosat in der Pflanzenzelle beruht auf der Blockade eines zentralen Stoffwechselweges, der essentiell für das Wachstum von Pflanzen ist. Dieser Stoffwechselweg kommt in allen Pflanzen, aber nicht in Tieren vor. Daher sind Glyphosat-haltige Herbizide gegen viele unterschiedliche Unkrautarten und Ungräser wirksam, zeigen jedoch nur eine geringe Toxizität gegenüber Tieren.

Noch einen weiteren bedeutenden Vorteil haben Landwirte von Glyphosat-haltigen Herbiziden: Die Stoppelfelder müssen zur Unkrautentfernung vor der nächsten Aussaat nicht mehr gepflügt werden (pflugloser Anbau), da die Behandlung mit Glyphosat-haltigen Herbiziden die Unkräuter bereits wirksam entfernt. Die abgeernteten Flächen sind somit bis zur nächsten Aussaat durch die verbliebenen Stoppeln und Pflanzenreste gegen Erosion geschützt. Der pfluglose Anbau spart eine erhebliche Menge fossiler Energie in Form von Diesel ein und verringert zudem die CO2 –Emission. Mittlerweile hat Glyphosat die mechanische Unkrautkontrolle bei vielen Feldfrüchten fast vollständig ersetzt und somit die landwirtschaftliche Praxis in den letzten Jahrzehnten in Europa maßgeblich beeinflusst.

Last update: 06 November 2013